Nationalitätenkonflikt wegen Berg Karabach

Unter der Sowjetunion haben Armenien und Aserbaidschan koexistiert. Es hat in beiden Ländern grosse Diasporas im jeweiligen anderen Land gegeben. Als die Zentralgewalt schwächer wurde, brachen die Konflikte mit Prognomen aus. Da ging es mehr um Macht, als um Religion. Ich bin mit Muslimen und Juden befreundet, keine Religion goutiert Gewalt. Doch schnell kann eine Spirale entstehen und ein Sieg verstärkt Wunden.

Armenien hat Berg Karabach kontrolliert, obwohl das Land völkerrechtlich zu Aserbaidschan gehört, auch wenn dort mittlerweile nur Armenier leben. Der Konflikt ist wieder aufgeflackt, die Türkei hat sich eingemischt und schlussendlich hat die russische Regierung eine Friedenstruppe errichtet.

Ich bin der festen Überzeugung, die Menschen können die Probleme lösen, wenn sie nicht durch machtgierige Politiker sich vertreten lassen. Kein Mensch will Krieg, die Folge der Auseinandersetzung, Tote und keine Lösung, neue Wunden auf beiden Seiten. Das Azeri das als gut finden, unverständlich. Das möchte ich gerne in Baku diskutieren. Ich bin der Meinung die Menschen, die es betrifft, müssen das Zepter in der Hand halten.

Türkei und Armenien der Genozid

Der Genozid seitens der Türkei gegenüber den Armeniern wird immer noch geleugnet, obwohl es historische Beweise gibt. Die Türkei will sich dafür nicht stigmatisieren lassen. Ich bin in Deutschland aufgewachsen und wir wurden immer wieder der Nazizeit konfrontiert. Das darf sich nicht wiederholen, die Nachkriegsgenration ist für die Nato zu friedfertig.

Jeder Mord gehört geächtet, die Verantwortlichen sind zur Rechenschaft zu ziehen. Der Völkermord ist über 100 Jahre alt, jeder der für die Gräuel Verantwortung ist tot. Für Türkei gehört das zu Geschichte, aber eine Drangsalierung daraus hat niemand gerne. Zudem können ja berechtigte Schadenersatzforderungen gestellt werden.

Doch ich denke, es ist wichtig an die Zukunft zu denken. Das Verhalten der Türkei sollte sich aber auch ändern. Aufeinander zugehen und eine Zukunft bauen. Der Osten der Türkei ist arm, durch Abgrenzung wird nie Wohlstand geschaffen.

Es ist schade, dass keine grenzübergreifenden Reisen möglich sind, auch Aserbaidschan schliesst die Grenzen. Dabei könnte so tolle Reisen dort organisiert werden. Die Zeit der Grenzen muss überwunden werden, die Menschen sich ohne Hass begegnen.